Eigentlich wollte ich diesen Kurs mit Ronja reiten, leider hat sie sich kurz vorher verletzt. Nach kurzer Überlegung habe ich dann entschieden Alea mitzunehmen, obwohl ich mit ihm noch nicht wieder voll trainiere.
Der Kurs verlief dann äusserst erfreulich, Alea hat sich in seiner Box gleich wohlgefühlt und auch auf dem Reitplatz hat er sehr gut mitgearbeitet. Ich hatte mir das Ganze doch etwas schwieriger vorgestellt, da er ja doch ein bisschen ein „Glotzer“ ist. Reittechnisch haben wir vor allem an den Gangarten gearbeitet. Alea hat sich ja durch den Gips und das lange stehen angewöhnt recht etwas kürzer zu treten. Im Kurs haben wir ihn durch viele Übergänge und Tempowechsel hinten schön aktiviert so das Zeitweise vom Kürzertreten nichts mehr zu sehen war. Auch am Galopp haben wir gefeilt, bis er für ein paar Sprünge immer mal wieder schön rund und bergauf gesprungen ist. Kurzkehrtwendungen haben wir auch ins Programm mit aufgenommen, daran werde ich in den nächsten Wochen weiterarbeiten.
Obwohl ich erst etwas skeptisch war, bin ich eigentlich fast froh dass ich gezwungen war Alea mit zu nehmen. Ich habe ihn vor lauter „vorsichtig Reiten“ deutlich unterfordert. In den nächsten Wochen werde ich das Training etwas steigern und das im Kurs gelernte festigen.
Mal sehen welches Pferd ich dann im September mit zum Kurs nehme…
Am Wochenende waren wir auf dem Zehmerhof bei München, dort leitete Richard Hinrichs und Ruth Giffels ein Seminar zum Thema Barockes Reiten.
Nach einer Theoretischen Einführung zum Thema barockes Reiten folgten die reiterlichen Vorführungen. Hier gab es sehr viel zu sehen und zu lernen. So wurden in diesem Teil der Vorführungen auch über Probleme und Schwierigkeiten in der täglichen Arbeit gesprochen und es wurden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, was ich als besonders lehrreich empfand, da man sonst häufig nur „perfekte“ Darbietungen zu sehen bekommt aber nicht wie der Weg dorthin ist bzw. was man tun kann wenn man ein nicht ganz so talentiertes Pferd besitzt.
Dieses Mal fokussierten wir uns ganz auf die Galopparbeit. Wir ritten auf dem stark verkleinerten Zirkel Galopp Schulterherein im Wechsel Galopp Revers. Die gleiche Übung führten wir dann auch auf der ganze Bahn aus. Ronja war ziemlich gut drauf, was sich im Gelegentlichen Buckeln äusserte, dafür galoppierte sie aber auch sehr fleissig und ausdauernd, sie schien nicht müde zu werden und wäre vermutlich nach der Unterrichtseinheit immer noch fröhlich weitergaloppiert, leider zeigten sich beim Reiter gewisse Ermüdungserscheinungen….
Ein zweiter Punkt an dem wir gearbeitet haben waren die Piaff Pirouetten, hier kommt es vor allem darauf an das man im richtigen Moment seitwärtstreibt und vor allem nicht zu viel Seitwärtsbewegung verlangt. In der Lernphase hat es sich bewährt zwischendurch ein paar Tritte auf der Stelle zu verlangen und anschliessen erst wieder in die Seitwärtsbewegung überzugehen.
Nach dem Piaffe Training haben wir noch etwas Passage mit anschliessender Verstärkung geübt puttygen , da konnte Ronja dann etwas ihre überschüssige Energie abbauen.
Ronja war nicht sehr amüsiert als sie am Samstagmorgen in den Hänger einsteigen sollte. Nach alter Ronja Manier, tänzelte sie vor der Klappe herum als wäre sie noch nie in diesen Hänger eingestiegen… nach 5 Minuten gab sie aber nach und lief brav in den Hänger. Puh hoffentlich sollte das kein schlechtes Ohmen sein !? (mehr …)
Dieses mal startete der Kurs bei schönem Wetter und es blieb auch beide Tage lang trocken! Schwerpunkt des Kurses waren Seitengänge in allen Variationen: Schulterherein, Traver, Revers und Traversalen so wie Kurzkehrtwendungen und Pirouetten. Bei uns stand natürlich auch Piaffe und Passage so wie die fliegenden Wechsel auf dem Programm. Wie immer gab es auch viele Erklärungen und Erläuterungen zu den Lektionen und selbst „Alte Kurshasen“ nahmen wieder ein paar neue Erkenntnisse mit.