Neues Familienmitglied

Huch schon wieder ist ein Monat rum und ich habe es ganz versäumt unser neues Familienmitglied vorzustellen. Ich bin ja schon seit Anfang des Jahres auf der Suche nach einem geeigneten Nachwuchspferd, ich hatte mir das eigentlich ziemlich einfach vorgestellt. Geeignete Kandidaten gibt es ja in diversen Internetplattformen.
Ich habe auch viele gute und schöne Pferde gesehen, die eigentlich alle eine sehr gute Aufzucht genossen hatten. Doch leider hatten einige der Pferde schon Veränderungen die man auf den Röntgenbildern sehen konnte, klar ist es möglich das die Pferde ihr Leben lang ohne Probleme mit diesen Veränderungen laufen. Aber dieses Mal wollte ich auf Nummer sicher gehen.
Schliesslich haben wir dann doch noch das für uns perfekte Pferd gefunden.
Minha Querida, eine 3-jährige Lusitano Rappstute (ja ich habe tatsächlich mal keinen Schimmel gekauft), aus der Zucht von Lambrecht Lusitanos.
Minha hat sich bereits gut eingelebt und entwickelt sich prächtig. Wir sind sehr gespannt auf Ihre weitere Entwicklung. Sie ist ein wahrer Schatz.

Reiterlicher Werdegang

Wie bei so vielen begann meine Reiterliche Laufbahn mit Ponyreiten und Voltigieren, später ritt ich dann verschiedene Vereinspferde auf kleineren Turnieren. 1988 erwarb ich das Reitabzeichen in Bronze. Kurz darauf erfolgte eine längere Reitpause. Mit 22 Jahren fing ich dann wieder an zu reiten. Weiterlesen

Horses Inside Out Conference 2019 – Thema „Moving Forward“

Dieses Mal sollte es also um die Passform von Trensen und Sätteln gehen bzw. um neue Technologien und Rehabilation Massnahmen. Gilian Higgens hielt den Eröffungsvortrag hier ging es um das Skelett des Pferdekopfes, die Muskeln und die relevanten Nervenaustrittstellen. Zu diesem Zweck hat Gilian eine Pferdkopf modelliert an dem man all diese Punkte sehr gut sehen konnte.

Der zweite Vortrag wurde von Dr. Caroline Benoist gehalten. In diesem Vortrag wurde darauf eingegangen wie wichtig ein passendes Gebiss ist und es wurden verschiedene Forschungsergebnisse zu diesem Thema präsentiert.
Im dritten Vortrag von Lauren Birgbeck, ginge es dann um eine Studie zur Steigbügellänge beim Springen und dem Falltraining von Reitern.
Fazit war das kürzere Steigbügel einem im Falle eines Sturzes schneller vom Pferd wegbringen und somit die Gefahr für den Reiter verringern. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Versuch der Reiter sich auf jeden Fall auf dem Pferd zu halten, die Gefahr für schwere Stürze vergrössert.

 

 

 

 

Nach einer Kaffeepause ging es dann weiter mit neusten Erkenntnissen zum Thema Sattel und Zaumzeug. Kurz zusammengefasst, das Zaumzeug sollte im Genick gut gepolstert und etwas breiter sein, die Seitenteile sollten ebenfalls gepolstert und deutlich schmäler sein. Die Polsterung sollte möglichst verhindern das die Schnallen der Backenstücke auf dem Kiefergelenk aufliegen. Die Schnallen des Reithalfters sollten unterlegt sein, wenn möglich sollte die Schnalle nicht auf den Ästen des Unterkiefers aufliegen und natürlich ist jedes Pferd anders, und die gegebenen anatomischen Voraussetzungen müssen beim Anpassen berücksichtig werden. Bei den Sattelgurten ging es darum die richtige Länge auszuwählen (vor allem bei Kurzgurten), auf genügende Polsterung und eine anatomische Passform zu achten. Interessant war noch eine Studie zu Martingals und Brustblatt, wenn diese auch zwischen den Pferdebeinen befestigt waren, haben sie die Flugbahn beim Springen negativ beeinflusst (die Flugphase war kürzer).

Nach dem Mittagessen ging es dann um moderne Rehabilitierens Massnahmen. Hier wurde vor allem auf das Training im Stall, bei Pferden die nicht oder nur wenig bewegt werden dürfen eingegangen. Dazu gab es auch eine Studie von Dr. Rachel Murray, die Belegt wie Hilfreich ein solches Training sein kann. Anschiessend erläuterte Dr. Murray noch einige Trainingsmethoden am Boden (Stangentraining).

Als letzter Tagespunkt stand die Studie von Dr. Maria Saroko auf dem Plan. Sie führte eine Studie zur Thermografie durch und stellte ihre Ergebnisse vor.

Der Zweite Tag galt dann der Praxis. Auf der schönen Anlage des Moreton Morrel Equestrian Centers.

 Wurden dann die praktischen Seiten erläutert.
Es wurden neuste Technologien vorgestellt, wie man z.B. den Zügelanzug messen kann (Details zum Avansce und dem Produkt Synchronicity findet man unter www.avansce.com), dies konnte man dann auch gleich live an einem Bildschirm verfolgen .
Ausserdem wurden an verschiedenen Pferden die Trensen angepasst und Verbesserungsvorschläge für den Sattel gegeben.
Dr. Chris Pearce liess uns live an eine Zahnbehandlung teilnehmen und erläuterte die Befunde.

 

 

 

 

Zum Abschluss gab es dann noch jede Menge Vorschläge zur Arbeit mit Stangen und wie man mit Stangentraining die Reha-Phase des Pferdes effektiv gestalten kann.

Es war auch dieses Jahr wieder eine sehr gelungene Konferenz, bei der ich einiges mitnehmen konnte.
Ich freue mich schon auf den 22. und 23. Februar 2020, wenn es heisst:» Anatomy in Action!»

weitere Infos unter https://www.horsesinsideout.com/

DIPO Dry Needeling Kurs in Bopfingen

Da ich mich ja auch sehr für Akkupunktur interessiere, habe ich mich auf diesen Kurs besonders gefreut. Damit jetzt aber keine Missverständnisse aufkommen Dry Needeling ist nicht gleich Akkupunktur. Beim Dry Needeling werden Verhärtungen in der Muskulatur genadelt, sogenannte Stresspunkte, die sich überall in der Muskulatur befinden können.  In der Akkupunktur werden festgelegte Punkte genadelt die sich auf einem Meridian befinden, um das Energiegleichgewicht wieder Herzustellen (das Gleichgewicht zwischen Ying und Yang). Das ist jetzt natürlich eine sehr vereinfachte Darstellung. Die Akkupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist wesentlich komplexer.

In den ersten zwei Tagen haben wir über verschiedenen häufig betroffenen Muskeln besprochen und das Nadel in einer Schweinkeule geübt. Das Nadeln der Schweinkeule hat sich dann als recht schwierig entpuppt und ich habe echt überlegt ob ich das jemals bei einem Pferd schaffe, das dann sicherlich nicht so brav hinhält wie die Schweinekeule.

Wir wurden aber schnell beruhigt das Schwein hat eine viel dickere Faszie als das Pferd und die Kursleiter war sich sicher, dass wir das gut schaffen werden. Als es am nächsten Tag ans Pferd ging war ich dann doch etwas nervös. Aber das nadeln ging dann wie die Kurleiterin vorausgesagt hat problemlos.

Am dritten Tag sprachen wir dann noch über weiter Muskeln die beim Pferd betroffen sein könnten und über einige leicht zu nadelnde Akkupunkurpunkte. Im Anschluss behandelten wir noch verschiedenen Pferde, diskutieren über die zu nadelnden Punkte und lernten noch ein paar wichtige Punktekombinationen.

Die drei Tage waren sehr spannend und lehrreich, leider wie fast immer in Bopfingen auch bitterkalt.

Ich freue mich aber schon auf den nächsten Kurs im April «Manuelle Therapie II», bei dem es dann hoffentlich etwas wärmer ist.