Da Ronja leider noch nicht wieder voll fit war, habe ich Alea mit zum Reitkurs genommen.
Dadurch mussten wir recht kurzfristig noch einen Freipass lösen und waren darum ziemlich im Stress.
Zum Glück hat dieses Mal auf dem Zollamt alles sehr zügig geklappt.
Der Kurs verlief dann (vom Einsteigen in den Hänger mal abgesehen), sehr positiv. Ich hatte zuerst etwas Bedenken weil unser Können ja noch nicht so gross ist, aber wir haben trotzdem sehr profitiert.
Vor allem für das an piaffieren an der Hand haben wir gute Tipps bekommen, an denen wir zu Hause auf jeden Fall weiterarbeiten werden. Zusätzlich gab es reichlich Tipps für: „ Was mache ich wenn mein Pferd Gespenster sieht“, da Alea die Halle am ersten Tag doch etwas gruselig fand.
Natürlich haben wir auch fleissig zugeschaut und uns die ein oder andere Lektion gemerkt, die ich dann mit Ronja ausprobieren werde.
Zu meinem grossen Glück fand doch noch ein Reitkurs mit Richard Hinrichs statt, der Sommerkurs ist ja leider ausgefallen.
So konnte ich aber noch einmal mit Ronja zu einem Kurs fahren und an unseren Aktuellen Baustellen arbeiten.
Dier Erste Lektion bestand darin Ronja beizubringen das die hintere rechte Ecke keine Pferde frisst!
So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt, na ja zumindest gegen Ende der ersten Lektion konnten wir mit unseren Piaffe Passage Übergängen punkten.
Am Nachmittag war es dann etwas besser die besagte Ecke wurde zwar immer noch nur unter Protest durchlaufen aber immerhin konnten wir „fast“ ganze Bahn gehen und uns damit auch unserer Hauptbaustelle den Fliegenden Wechseln widmen. Unser Problem ist das Ronja zwar hinten wechselt aber eben Vorne nicht mit umspringt, jeglicher Zug, Druck am Zügel wird von Ronja verbremsend interpretiert, daher springt sie einfach nicht durch. Daher musste ich nach einer intensiven Vorbereitung (auf dem verkleinerten Zirkel im Wechsel Schulterherein und Revers) Ronja am Langen Zügel galoppieren, aus der Ecke kehrt und auf der Linie zur Bande umspringen lassen …. Leider nur mit mässigem Erfolg da Ronja sehr „geladen“ war und weder in die gefährliche Ecke hineinwollte noch aus konnte ich aus diese Ecke eine gescheite Kehrtwendung reiten.
Am zweiten Tag ging es dann etwas besser mit unserer Ecke, aber sie führte immer noch zu „Spannungen“ putty download windows , wir nahmen dann noch die Viertel Galopppirouette dazu, die im Gegensatz zu den Wechseln schon sehr schön gelang. Im Anschluss feilten wir dann noch einmal an den Übergängen Piaffe, Passage – Trabverstärkung, dann wieder Passage und Piaffe. Hier legte sich Ronja noch einmal richtig ins Zeug und entschädigte mich für die misslungen Wechselversuche. Passage ist einfach Ronjas Gangart!
Die Fliegenden Wechsel am langen Zügel werde ich noch einmal zu Hause üben (ohne gefährliche Ecke) mal sehen ob ich da mehr Erfolg habe.
Dieses Mal fokussierten wir uns ganz auf die Galopparbeit. Wir ritten auf dem stark verkleinerten Zirkel Galopp Schulterherein im Wechsel Galopp Revers. Die gleiche Übung führten wir dann auch auf der ganze Bahn aus. Ronja war ziemlich gut drauf, was sich im Gelegentlichen Buckeln äusserte, dafür galoppierte sie aber auch sehr fleissig und ausdauernd, sie schien nicht müde zu werden und wäre vermutlich nach der Unterrichtseinheit immer noch fröhlich weitergaloppiert, leider zeigten sich beim Reiter gewisse Ermüdungserscheinungen….
Ein zweiter Punkt an dem wir gearbeitet haben waren die Piaff Pirouetten, hier kommt es vor allem darauf an das man im richtigen Moment seitwärtstreibt und vor allem nicht zu viel Seitwärtsbewegung verlangt. In der Lernphase hat es sich bewährt zwischendurch ein paar Tritte auf der Stelle zu verlangen und anschliessen erst wieder in die Seitwärtsbewegung überzugehen.
Nach dem Piaffe Training haben wir noch etwas Passage mit anschliessender Verstärkung geübt puttygen , da konnte Ronja dann etwas ihre überschüssige Energie abbauen.
Ronja war nicht sehr amüsiert als sie am Samstagmorgen in den Hänger einsteigen sollte. Nach alter Ronja Manier, tänzelte sie vor der Klappe herum als wäre sie noch nie in diesen Hänger eingestiegen… nach 5 Minuten gab sie aber nach und lief brav in den Hänger. Puh hoffentlich sollte das kein schlechtes Ohmen sein !? (mehr …)
Gut gelaunt starteten wir am Samstag zu unserer ersten Reitstunde. Ronja war etwas faul und schlurfte gemütlich vor sich hin. Ich startete unsere Lösungsphase mit ein paar Seitengängen und Kurzkehrtwendungen. Auf der linken Hand (unserer schlechte Seite) kam Ronja immer wieder tendenziell ins Traver anstatt im gewünschten Schulterherein zu gehen. Ich bekam sofort die Anweisung meine innere Hand ruhig stehen zu lassen und nicht zu rucken, durch das Rucken würde ich die Kruppe hereinholen. OK ich lies meine linke Hand also wie an betoniert stehen, zumindest glaubte ich das. Zwei Minuten später brach dann das berühmte Hinrichs Donnerwetter über mich herein. …. kein sehr guter Start für die nächsten 2 Tage.