Reitkurs mit Desmond O`Brian

Nach dem die letzten Reitkurse sehr trocken und sonnig waren, hat es uns dieses mal wieder erwischt, es regnete!

Alea war gar nicht amüsiert, muss er doch die „gefährlichen“ Wasserpfützen umgehen oder überspringen. Zum Glück ist Desmond immer sehr ideenreich und lies uns geschickt die Traversalen vor den Pfützen reiten.  So bekamen wir  sehr schön steile Traversalen quasi geschenkt.

Neben den Seitengängen in allen 3 Gangarten haben wir uns auch mit der Piaffe beschäftigt. Nach dem er sich noch beim letzten Kurs in so ziemlich alle Richtungen entzogen hat, konnten wir dieses Mal ein paar schöne (entspannte) Tritte erarbeiten.

Wie immer schaffte es Desmond  mit viel Wiener Charme eine gute  Arbeitsatmosphäre herzustellen, die sich positiv auf Pferd und Reiter auswirken.

Wir sind schon gespannt auf den nächsten Kurs mit Desmond im September.

Das Wissen alter Meister

„…, Opposition gegen einen Schenkel, nach dem Sporn schlagen und
falsches Anspringen im Galopp, hat seine Ursache meistenteils im Ganaschenzwang
entgegengesetzter Seite des nicht gehorsamen Schenkels. Z.B. es opponirt sich
bei Travers rechts gegen den linken Schenkel, so werden wir eine mangelhafte
Biegung der rechten Ganasche finden und so umgekehrt auf der anderen Hand.
Forciren wir daher nicht die Flanke durch Spornstiche, vervollkommnen wir nur
erst die Ganaschenbiegung und wir werden die willigste Folge für die Schenkel
erlangen. Neben dem zweckmäßigen Abbiegen auf der Stelle werden öfter Wendungen
auf der Stelle zuerst mit der Hinterhand und der Vorhand, als kleine Volten im
Schulterherein, dann Wendungen im Renvers und Travers, in denen wir den Sporn
nach und nach kräftiger wirken lassen, sich sehr zweckmäßig bewähren.“

(Ernst Friedrich Seidler, 1846)

Reitkurs mit Desmond O’Brien in Imst

Dieses Mal hatten wir gleich ein Erfolgserlebnis. Alea stieg ohne Murren in den Hänger! Sollte sich unser Hänger Training tatsächlich ausgezahlt haben?

Der erste Kurstag verlief dann Reittechnisch eher zäh. Zu sehr hatten wir uns an die grossen Linien der 60×30 Halle gewöhnt und hatten auf dem kleinen Platz dann doch unserer Probleme. Dazu war es heiss und Alea eher faul, warum soll man auch im Galopp eng wenden wenn es im Trab soooo viel einfacher ist……

Nach einem heftigen Kruzifixnochmal in der Nachmittagsstunde verlief der Sonntag dann planmässig.

Angela arbeitete weniger und Alea mehr! Enge Wendungen im Galopp? „ Yes we can“.

Das grösste Erfolgserlebnis war aber sicherlich unsere ersten Piaffe Tritte unter dem Sattel. Die entschädigten mich dann auch für die eher fragwürdige Arbeitsmoral am Samstag.

Zum Abschluss gab Alea noch mal alles und stieg anstandslose in den Hänger ein. Kaum zu glauben über was man sich als Hängerphobiepferdebesitzer alles freuen kann….

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