Handarbeit

Ausrüstung

  • Zaumzeug mit Reithalfter 
  • Wassertrense 
  • Knebelgebiss bei jungen Pferden und später bei Traver- und Traversalübungen sehr empfehlenswert Fortgeschrittene Pferde können auch auf Kandare gearbeitet werden 
  • Gerte nicht zu „wabbelig“ aber auch nicht zu fest.
    Die Gerte sollte gut in der Hand liegen und mindestens 1.30 m lang sein. 
  • Handschuhe /Festes Schuhwerk 
  • Belohnungswürfel Tasche Beutel um diese zu verstauen

Sinn der Handarbeit

  • Lektionen können einfacher an der Hand vorbereitet werden, dies erleichtert später das lernen unter dem Sattel. 
  • Erlernen von Bewegungsabläufen 
  • Ähnliche Hilfegebung wie beim Reiten 
  • Sofortiges Loben , mittels Stimme und Lekerli möglich. Konditionierung auf Stimmlob was später unter dem Sattel sehr hilfreich sein kann 
  • Aufwärmen des Pferdes vor dem Reiten (der Reiter ist danach in der Regel auch gut aufgewärmt)
  • Arbeiten mit Pferden die schonend gearbeitet werden müssen (Alte Pferde, nach Krankheit usw.)
  • Aufbau der Handarbeit (das Pferd sollte bereit das seitliche Übertreten an der Hand beherrschen) 

Phase I :

Beginn mit einer halben langen Seite Schulterherein (seitliches Übertreten) um zu fühlen wie das Pferd drauf ist.

Halten loben.

Erarbeiten von Schulterherein in verschiedenen Tempi und/oder verschiedener Kopfeinstellung (korrekt Beigezäumt oder etwas tiefer runder Eingestellt)

  • Schulterherein in Volten und auf der Zirkellinie 
  • Schulterherein durch Ecken 
  • Schuterherein im Schritt Trab, Gangarten im Schulterherein wechseln 
  • Halten im Schulterherein und daraus wieder antreten lassen 
  • Häufige Handwechsel 

Achtung!

  • In kurzen Sequenzen arbeiten das Pferd immer wieder Loben. 
  • Bei neuen Übungen schon den Ansatz loben 
  • Eventuell 2 Person die einem sagt wenn das Pferd die ersten „richtigen“ Schritte macht 
  • Häufig die Hand / Gangart wechseln 
  • Wenn etwas nicht klappt zuerst die eigene Haltung überprüfen
  • Stehe ich zu weit vorne oder hinten
  • Ist meine Zügelführung korrekt
  • Gertenführung korrekt 
  • War die Übung zu schwer? Eventuell wieder einen Schritt zurück gehen und die Übung neu aufbauen. 
  • Das Handling immer wieder von einer kompetenten Person überprüfen lassen, es schleichen sich leicht Fehler ein.

Phase II Für Fortgeschrittenen Pferde

  • Umstellung von Schulterherein in Konterschulterherein 
  • Zuerst aus dem Halt später dann im Bewegungsfluss 
  • Traver im Schritt und Trab Schritt – Halt , Trab – Halt Übergänge daraus das Pferd wieder antreten lassen 
  • Rückwärtsrichten und daraus antraben 
  • Pirouetten 
  • Piaffe
  • Vorübungen wären das Anheben der Hinterbein durch touchieren
  • Das zusammenstellen der Hinterbeine (Bergziege) 

Schulterherein

Das Pferd wird im Schritt in der Grundhaltung auf dem Hufschlag geführt. Durch Körperdrehung (in die Bewegungsrichtung) und Paraden am Äußeren Zügel wird die Schulter des Pferdes in die Bahnmitte gelenkt. Das Pferd ist gerade höchstens leicht nach innen gestellt.

  • Nicht zu viel Innenstellung fordern 
  • Das Pferd auf 3 Hufschlägen führen (später sind auch 4 möglich) 
  • Am Anfang nur wenige Schritte fordern 
  • Nicht am inneren Zügel ziehen 
  • Die Gerte wirkt Seitwärtstreiben 

Konterschulterherein

Wie Schulterherein nur, dass das Pferd in Bewegungsrichtung Gestellt ist. Das Konterschulterherein wird aus dem normalen Schulterherein entwickelt d.h. das Pferd wird im Schulterherein angehalten in die Bewegungsrichtung umgestellt, die Gerte wird an der Gruppe angelegt und das Pferd zum antreten aufgefordert. Später ist es auch möglich das Umstellen im Bewegungsfluss vorzunehmen.

Traver

Der Reiter geht an der Außenseite, am besten man beginnt nach einer Ecke oder aus einer Volte heraus, das Pferd wird durch Paraden am inneren Zügel nach innen Gestellt, nun treibt die Gerte vorwärts – seitwärts. Die Kruppe ist leicht in die Bahn gestellt während die Schulter auf dem Hufschlag bleibt

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.