{"id":91,"date":"2000-11-02T18:39:19","date_gmt":"2000-11-02T17:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/?p=91"},"modified":"2012-12-29T01:45:32","modified_gmt":"2012-12-29T00:45:32","slug":"erste-ubungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/ausbildung\/erste-ubungen\/","title":{"rendered":"Erste \u00dcbungen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: normal;\" data-mce-mark=\"1\">Ronja integrierte sich schnell in die Herde, und schien auch sonst den Umzug gut verkraftet zu haben. Nach ein paar Tagen Eingew\u00f6hnungszeit , begann ich mit Ronja zu \u00fcben. Das erste Problem war das Hufe geben, es war auch gleichzeitig das dringlichste Problem da die Hufe unbedingt ausgeschnitten werden mu\u00dfte. Also machte ich mich mit Hilfe von meinem Mann an die Arbeit. Da die Pferde bei einer Bekannten auf der Sommerkoppel standen (zwar mit Unterstand daf\u00fcr gab es aber keine Anbinde M\u00f6glichkeiten, au\u00dfer dem Koppelzaun der sah aber nicht besonders stabil aus (Holz Zaun mit zus\u00e4tzlichem Elektro). Anbinden war also nicht, ich hielt mein Pferd und mein Mann \u00fcbte Hufe geben. Die Vorderbeine klappten erstaunlich schnell, nur Hinten viel es Ihr schwer sich auszubalancieren. Aber nach ein paar Wochen war das Problem auch behoben und ich konnte endlich die Hufpflegerin anrufen.<!--more--><\/span><\/p>\n<h2>Spazieren gehen&#8230;..<\/h2>\n<p>Die ersten Spazierg\u00e4nge waren sehr abenteuerlich, da Ronja noch nie die Heimatliche Koppeln verlassen hatte. Das erstaunte Gesicht beim betreten der geteerten Stra\u00dfe und den dazu geh\u00f6renden Ger\u00e4uschen werde ich wohl nie vergessen. Allerdings passierten mir auch das ein oder andere Malheur z.B. beschloss mein nettes Pferd eines Tage das es nicht mehr weitergehen will und drehte sich entschieden um, um dann im Galopp nach Hause zu gehen. Ich ziemlich schnaufend hinter her, immer in der Hoffnung das sie vielleicht doch noch stehen bleibt, tat sie dann auch , allerdings erst direkt neben der Sommerkoppel. Seit dem Tag ging ich immer mit F\u00fchrkette spazieren, das ersparte mir so manche grauen Haare&#8230;.<\/p>\n<h2>Verladen<\/h2>\n<p>\u00dcber dieses Thema k\u00f6nnte ich echt B\u00fccher schreiben. Nach mehreren mi\u00dflungenen Verladeversuchen und einem 8 km langen Spaziergang (vom Sommer zum Winterstall) , beschlo\u00df ich einen H\u00e4nger zu kaufen, koste es was es wolle. Also wurde die Haushaltskasse gepl\u00fcndert und ein H\u00e4nger erworben, nach dem wir uns mehrere gebrauchte H\u00e4nger angeschaut hatten (alles alte Klapperkisten f\u00fcr die, die Leute noch viel Geld wollten), haben wir uns dann doch f\u00fcr einen neuen H\u00e4nger entschieden. Mit eigenem H\u00e4nger und t\u00e4glichem Training schafften wir dann auch diese H\u00fcrde.<br \/>\nTipps f\u00fcr`s Verladetraining<\/p>\n<ul>\n<li>Ruhe<\/li>\n<li>Keine Zuschauer die eh alles besser wissen und nur bl\u00f6de Bemerkungen machen<\/li>\n<li>Kraftfutter gibt es nur noch im H\u00e4nger bzw. am Anfang auf der Rampe ,<br \/>\ndann verschwindet der Eimer immer mehr im inneren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Anfang tolerieren wenn das Pferd den H\u00e4nger gleich wieder verl\u00e4sst<br \/>\n(das kommt mit der Zeit)<\/p>\n<p>Wenn das Pferd ruhig im H\u00e4nger stehen bleibt, die Stange hinten schlie\u00dfen, meistens versucht das Pferd jetzt zur\u00fcck zu gehen, um das Pferd zu beruhigen einen gro\u00dfen Eimer mit Futter (Karotten, \u00c4pfel) richten um das Pferd abzulenken. Wenn das Pferd wieder frisst , die Stange wieder entfernen.<\/p>\n<p>Falls man einen ruhigen Stallkameraden hat kann man das nat\u00fcrlich ausnutzen und das Pferd als erstes in den H\u00e4nger stellen.<\/p>\n<p>Roundpen arbeit (Join up) kann auch sehr hilfreich sein.<\/p>\n<p>Das oberste Prinzip ist aber, nicht Aufgeben irgendwann geht das Pferd von alleine in den H\u00e4nger.<\/p>\n<h2>Longieren<\/h2>\n<p>Am Anfang longiert man am besten zu Zweit bzw. man bereitet das Pferd mit F\u00fchr\u00fcbungen auf das Longieren vor. Zum Longieren ben\u00f6tigt man ein gut sitzendes Halfter, eine Longe und ein Longiergerte diese sollte nicht zu schwer sein sonst tun die Arme sehr schnell weh.<\/p>\n<p>Am Besten man beginnt beim F\u00fchrtraining etwas mehr Abstand zum Pferd aufzubauen und verlegt die F\u00fchrposition weiter nach hinten (zur Kruppe). In dieser Position f\u00fchrt man jetzt verschiedene Figuren, ganze Bahn , Zirkel, Anhalten. Durch den relativ kurzen Abstand kann man immer noch k\u00f6rpersprachlich sehr deutlich auf das Pferd einwirken. Mit zunehmender Sicherheit des Pferdes, kann auch der Abstand vergr\u00f6\u00dfert werden. Beim ersten richtigen Longieren ist ein Helfer dennoch sehr sinnvoll. Er kann das Pferd die ersten paar Runden f\u00fchren uns sich dann langsam zur\u00fcckziehen. Falls man keinen Helfer zur Hand hat und das Pferd nicht auf der Zirkellinie bleiben will, sollte man zur F\u00fchrposition zur\u00fcckkehren und die \u00dcbung so wieder langsam aufbauen.<\/p>\n<p>Wenn die \u00dcbung ein paar mal im Schritt geklappt hat kann man sich an das Traben wagen.<\/p>\n<h2>Galopp<\/h2>\n<p>Den meisten Pferden f\u00e4llt es schwer an der Longe zu galoppieren hier empfiehlt es ich das Pferd zuerst beim Freilaufen an das Kommando Galopp zu gew\u00f6hnen und diese Gangart erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt an der Longe abzufragen.<\/p>\n<p>Ich begann Ronja mit ca. 3 Jahren zu longieren. Dabei machte ich den Fehler immer mit den Schultern parallel zum Pferd zu stehen dadurch schickte ich das Pferd K\u00f6rpersprachlich weg und ich hab mich gewundert warum die immer so nach au\u00dfen dr\u00e4ngelt. Heute einen Longierkurs weiter, weis ich das es besser ist schr\u00e4g zum Pferd zu stehen und generell etwas weiter hinten (Richtung Kruppe) als ich das mal gelernt hatte. Hierbei sei auch auf das Buch: \u201cRrichtig Longieren von Doris Suess-Sch\u00f6ttel verwiesen. Dazu noch einen Tipp gerade bei jungen Pferden lohnt es sich in einen Longierkurs zu investieren. Gerade junge Pferde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ronja integrierte sich schnell in die Herde, und schien auch sonst den Umzug gut verkraftet zu haben. Nach ein paar Tagen Eingew\u00f6hnungszeit , begann ich mit Ronja zu \u00fcben. Das erste Problem war das Hufe geben, es war auch gleichzeitig das dringlichste Problem da die Hufe unbedingt ausgeschnitten werden mu\u00dfte. 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