{"id":75,"date":"2007-11-02T18:21:29","date_gmt":"2007-11-02T17:21:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/?p=75"},"modified":"2008-11-03T19:13:48","modified_gmt":"2008-11-03T18:13:48","slug":"reiten-im-damensattel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/damensattel\/reiten-im-damensattel\/","title":{"rendered":"Reiten im Damensattel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: normal;\">Ein Bericht von Frau Irmgard Fleisch, einer guten Bekannten<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" align=\"justify\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Reiten im Damensattel<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Meine Familie und meine Bekannten halten mich f\u00fcr ein bi\u00dfchen verr\u00fcckt &#8211; und m\u00f6glicherweise haben sie sogar recht. Oder wie sonst soll ich es erkl\u00e4ren, da\u00df ich im Alter von 45 Jahren zu reiten begonnen habe? Und dass ich dann, bevor ich noch einigerma\u00dfen sicher im Herrensattel sitze, im Damensattel reiten will ?<!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" align=\"justify\">Unbedingt, um jeden Preis! Ich mu\u00df das einfach einmal probieren!<\/p>\n<p>Irgendwann habe ich einmal geh\u00f6rt, dass es irgendwo in Deutschland eine DamensattelReitlehrerin gibt &#8211; aber wo? Deutschland ist gro\u00df &#8211; wie soll ich die Dame jemals finden?<br \/>\nAlso beginne ich, jeden, der nur einigerma\u00dfen mit Pferden zu tun hat, auszufragen und ernte zwei Jahre lang nur h\u00f6fliche Verneinungen und &#8211; un\u00fcbersehbar &#8211; mitleidige Gesichter.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Eines Tages aber werde ich f\u00fcndig, etwas sp\u00e4rlich zwar, aber immerhin, ich habe eine Spur: Eine deutsche Reiterin hat einen Bekannten, dessen Tochter eine reitende Kusine hat, die wiederum in einem Stall reitet, in dem es eine Damensattelreiterin gibt.<\/p>\n<p>Mit zwei weiteren Monaten Telefonieren (ich wage meinen Mann bei der Durchsicht der Telefonrechnungen schon gar nicht mehr anzusehen) habe ich endlich die begehrte Adresse: Dorothee Faltejsek in der N\u00e4he von T\u00fcbingen!<\/p>\n<p>T\u00fcbingen, wie herrlich, das ist f\u00fcr mich ja erreichbar! Ich hatte ja schon Angst gehabt, die Dame unterrichtet an der Nordsee oder sonst an einem f\u00fcr mich kaum erreichbaren Ort.<\/p>\n<p>Auf der Stelle schreibe ich Frau Faltejsek einen Brief: meinen Wunsch, einmal im Damensattel zu reiten, aber auch, da\u00df ich erst den Reiterpa\u00df habe und, nun ja, schon 53 Jahre alt bin.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Ich erwarte eine h\u00f6fliche Absage, stattdessen kommt eine freundliche Einladung zu einem zweit\u00e4gigen Kurs. Allerdings, eine Einschr\u00e4nkung ist dabei, die mich etwas erheitert: Frau Faltejsek m\u00f6chte mein Gewicht wissen &#8211; sie reitet eher kleine Pferde, keine Gewichtstr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Nun ja, damit hat es keine Not, ich bin klein und schlank und bringe gerade gut 50 kg auf die Waage (mit viel Sport und Fasten m\u00fchsam erhalten), &#8211; dem Kursbesuch steht also nichts mehr im Wege.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Also melde ich mich an, zahle mit gro\u00dfer Begeisterung den Kursbeitrag ein und bin voller Vorfreude &#8211; bis zu dem Julinachmittag, an dem ich in Richtung T\u00fcbingen losfahre.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich mich durch den Freitag-Nachmittags-Urlaubs-Verkehr nach Ravensburg qu\u00e4le, fallen die \u00fcblichen Zweifel \u00fcber mich her: Bin ich eigentlich noch normal? Warum tue ich mir das jetzt auch noch an? Kann ich nicht wie andere vern\u00fcnftige Leute einfach im Herrensattel reiten, mich damit zufrieden geben und zu Hause bleiben?<br \/>\nGern, liebend gern w\u00fcrde ich den Kursbeitrag noch einmal bezahlen, wenn ich jetzt nur nicht da hinausfahren m\u00fc\u00dfte! Aber erstens habe ich kein \u00fcbriges Geld und mu\u00df einfach rechnen, und zweitens &#8211; nein, das Gesicht meines Mannes, wenn ich unverrichteter Dinge zur\u00fcckkomme, m\u00f6chte ich doch lieber nicht sehen.<br \/>\nAlso nehme ich mir vor (zum 100. Mall), in Zukunft vern\u00fcnftiger zu sein und nie mehr (in Worten: nie mehr!) so ausgefallene Dinge anzurei\u00dfen.<br \/>\nMit diesem weisen Vorsatz kann ich mich schlie\u00dflich der sch\u00f6nen Landschaft zuwenden und die Fahrt ein bi\u00dfchen genie\u00dfen; und irgendwann sind auch vier Stunden Autofahrt geschafft.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Auf Anhieb finde ich die Reitanlage Ammerbuch, und als ich die sch\u00f6ne Reithalle betrete, vergesse ich augenblicklich, da\u00df ich doch lieber nicht gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Da reitet eine reizend aussehende, zierliche Dame mit m\u00e4dchenhaftem Lockenkopf im Damensattel Seiteng\u00e4nge, Traversalen, Fliegende Galoppwechsel, Passage und Piaffe, und zum Dr\u00fcberstreuen noch ein paar Levaden.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>In meine Freude und Bewunderung mischen sich leise Zweifel: Was habe ich mit meinem geringen K\u00f6nnen bei dieser K\u00fcnstlerin im Sattel verloren?<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Aber schon reitet Frau Faltejsek auf mich zu und hei\u00dft mich herzlich willkommen. Als sie allerdings meine wei\u00dfen Haare sieht, beschleichen auch sie leise Zweifel, die sie sehr h\u00f6flich in Sorge um einen allf\u00e4lligen Muskelkater verpackt, wie sie das offenbar schon bei anderen Damen meiner Altersklasse erlebt hat.<\/p>\n<p>Nun, in diesem Punkt kann ich sie beruhigen &#8211; ich bekomme \u00e4u\u00dferst selten einen Muskelkater; und selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, so nehme ich das gerne auf mich &#8211; das w\u00e4re mir das neue Abenteuer wohl wert.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen bin ich p\u00fcnktlich im Stall, putze mit etwas Herzklopfen einen h\u00fcbschen braunen Wallach, dem Vernehmen nach ein besonders braves und erfahrenes Damensattelpferd, das mich also in die Anfange dieses besonderen Reitens einf\u00fchren soll.<br \/>\nFrau Faltejsek scheint inzwischen so viel Vertrauen in mich zu setzen, da\u00df sie sofort den Damensattel auflegt und mich die 20 Minuten zwischen Stall und Halle im Seit sitz durchs Gel\u00e4nde schicken will. Das ehrt mich zwar, aber mein \u00dcberlebenstrieb setzt sich energisch zur Wehr: &#8222;Nein, im Gel\u00e4nde reite ich im Herrensattel!&#8220;<br \/>\nIch bleibe eisern, und so reite ich einigerma\u00dfen sicher und entspannt durch den sonnigen Morgen zur Halle.<br \/>\nDort aber wird umgesattelt, ein freundlicher H\u00fcne hebt mich in den Sattel, ich bekomme gerade noch mit, da\u00df die anderen drei Damen erfahrene Damensattelreiterinnen sind, die ihre Fliegenden Galoppwechsel, Passage und Piaffe verbessern wollen (&#8222;da passe ich genau dazu&#8220; kann ich noch schnell denken), und ohne weiteres Federlesen beginnt die Stunde, meine erste Reitstunde im Damensattel!<br \/>\n&#8222;Anreiten im Schritt&#8220; &#8211; mein Pferd reagiert sofort auf den leichten Druck meines linken Unterschenkels und der Gerte rechts; und seltsam &#8211; schon nach wenigen Minuten f\u00fchle ich mich im Damensattel wohl.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Ich empfinde es als eine besonders elegante Form des Reitens und freute mich unb\u00e4ndig, diesen fanggehegten Wunsch nun erf\u00fcllt zu sehen.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Konsequent, wie ich nun einmal bin, beschlie\u00dfe ich jetzt sofort, damit weiterzumachen und wieder einmal in einen solchen Kurs zu gehen.<br \/>\n&#8222;Terrab!&#8220; Vergn\u00fcgt lasse ich meinen Ansporn (was f\u00fcr ein passender Name f\u00fcr mein Pferd!) auf der linken Hand antraben. Aber &#8211; oje &#8211; so einfach ist das nicht: Ich rutsche immer weiter nach links vorne, eine ziemlich ungem\u00fctliche Stellung. Wie wird das erst auf der rechten Hand gehen? Meine Begeisterung verfliegt so schnell, wie sie gekommen ist; ich stehe wieder an dem Punkt: &#8222;Warum habe ich mir das nur angetan!&#8220; Das mag ich besonders, dieses Wechselbad der Gef\u00fchle!<\/p>\n<p>Da erinnert sich Frau Faltejsek der betr\u00fcblichen Tatsache, da\u00df da eine blutige Anf\u00e4ngerin mitreitet, sie wendet mir ihre ganze Aufmerksamkeit zu und ich bekomme ermutigende Hilfe und kluge Anleitung.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Mit ungl\u00e4ubigem Staunen h\u00f6re ich, dass f\u00fcr den Anf\u00e4nger Traben und Galoppieren im Damensattel auf der rechten Hand leichter sind, nun ja, ich kann&#8217;s ja probieren. Mit leisem Zweifel mache ich einen Handwechsel, trabe auf der rechten Hand an, und siehe da: Es geht! Herrlich ist das, einfach wunderbar, das werde ich weitermachen. . . . . . (siehe oben).<br \/>\nSo vergeht der Vormittag mit Schritt und Trab auf beiden H\u00e4nden, mit Sitzen und Rutschen, mit Freude und Unsicherheit, mit Begeisterung und Selbstzweifeln. Ich bekomme gar nicht mit, was die anderen lernen, so sehr bin ich mit mir selber besch\u00e4ftigt.\u00a0<\/p>\n<p>Fr\u00fcher einmal, als junges M\u00e4dchen habe ich \u00e4ltere Damen von 53 Jahren f\u00fcr seri\u00f6se, vern\u00fcnftige Menschen gehalten &#8211; aber auf mich scheint das keinesfalls zuzutreffen. Die drei jungen Damen, die mit mir im Kurs sind (zwischen 19 und 36 Jahren alt), finden es erfreulicherweise &#8222;toll&#8220;, in meinem Alter noch so etwas zu beginnen, und gie\u00dfen nun das F\u00fcllhorn ihrer reichen Erfahrung \u00fcber mich aus.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Da ist vieles zum Lernen dabei, aber auch viel Heiteres: Die 36j\u00e4hrige Reitlehrerin z.B. ritt auf ihre ersten Damensattel-Reitstunden f\u00fcr einen Pas-de-deux nur in Reithosen, erst f\u00fcr die Vorf\u00fchrung zog sie in v\u00f6lliger Unkenntnis der Folgen eine weiten Seidenrock ihrer Mutter an. Schon beim Traben begann der Rock zu fliegen, was ihr Pferd zu einer immer noch schnelleren Gangart veranlasste, im Galopp hatte sie den Rock dann nur noch vor dem Gesicht und die heitere Begeisterung der Zuschauer auf ihrer Seite.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Der sch\u00f6ne Pas-de-deux war dahin, und ihr Kollege ritt seine Figuren etwas frustriert und allein.<\/p>\n<p>Und so lerne ich, dass die alten Kleidervorschriften: schwerer Loden, schwerer Samt, Bleiband im Saum, &#8230; keineswegs \u00fcberholte Etikette, sondern praktische Notwendigkeit sind.<\/p>\n<p>Das ist ja \u00fcberhaupt ein interessantes und wichtiges Thema: Die Kleiderfrage! Zum Damensattel geh\u00f6rt ja schlie\u00dflich ein eleganter Reitrock, und ich lerne so erstaunliche Dinge wie z.B. die Englische Sch\u00fcrze kennen &#8211; woher bekommt man denn so etwas?<\/p>\n<p>Fertig kaufen kann ich mir das keinesfalls, das sehe ich gleich; die Preise \u00fcbersteigen meine finanziellen M\u00f6glichkeiten. Aber ich habe doch fr\u00fcher fast alle Hosen und R\u00f6cke f\u00fcr meine f\u00fcnf Kinder gen\u00e4ht und meine eigenen Kleider sowieso; da m\u00fcsste ich doch auch ein Reitkost\u00fcm fertig bringen.<\/p>\n<p>Der beste Rat kommt von Angelika, einer reizenden Deutsch-Amerikanerin, deren tadellos sitzender und besonders sch\u00f6n gearbeiteter Rock mir gleich aufgefallen ist. Sie zwinkert mir mit ihren lustigen Augen zu und verr\u00e4t mir das Geheimnis ihres sch\u00f6nen Reitrocks: lch habe einfach genommen eine wei\u00dfe Leintuch und geschnitten &#8211; wenn nicht passt, ist nicht viel hin, und wenn passt, kann ich schwarz f\u00e4rben. . . &#8222;<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Nun, der Leintuch-Prototyp hat gepasst, sie hat dasselbe noch einmal gen\u00e4ht, miteinander verst\u00fcrtzt, Bleiband hinein, Gummibund an die Taillen, Klettverschluss f\u00fcr den rechten Stiefel&#8230;<\/p>\n<p>Es ist wie \u00fcberall: Einf\u00e4lle mu\u00df man haben, kreativ sein &#8211; oder, so wie ich, tragen und zuh\u00f6ren k\u00f6nnen.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Im Geiste z\u00e4hle ich die allenfalls in Frage kommenden Leint\u00fccher, \u00fcberlege, ob ich das fertige Kunstwerk schwarz oder gr\u00fcn f\u00e4rben soll&#8230; halt, halt, ich mu\u00df meine mir durchgehende Phantasie energisch einbremsen; ich bin immer noch auf dem ersten Kurs.<\/p>\n<p>Aber ich sehe schon: Ich habe gleich heute mein Herz an Damensattel-Reiten verloren, und schon wieder galoppiert meine Fantasie weit voraus: Ich m\u00f6chte einen eigenen Damensattel haben, aber &#8211; und das wird die Sache erheblich erschweren &#8211; zu meinen Konditionen, sprich: zu einem Preis, den ich bezahlen kann . . .<br \/>\nVorerst aber, und damit kehre ich nun endg\u00fcltig in die Gegenwart des Kurses zur\u00fcck, h\u00e4lt Frau Faltejsek uns einen sehr interessanten Vortrag \u00fcber die Geschichte des Reitens im Damensattel, eine kultur- und gesellschaftshistorisch geradezu faszinierende Vorlesung.<\/p>\n<p>Dorothea Faltejsek ist eine Neindorff-Sch\u00fclerin, eine exzellente Reiterin und Reitlehrerin, eine unersch\u00f6pfliche Quelle an Wissen und K\u00f6nnen &#8211; erfreulicherweise hat sie ein Buch geschrieben wo ich das alles dann nachlesen kann, denn merken kann ich mir diese F\u00fclle an Interessantem und Wissenswerten keinesfalls nur mit einem Vortrag<span lang=\"de-ch\">.<br \/>\n<\/span><br \/>\nAm Sonntagvormittag sind wir alle um 10 Uhr schon wieder im Sattel; ich f\u00fchle m ich wieder ein bi\u00dfchen sicherer und kann nun die au\u00dfergew\u00f6hnliche Atmosph\u00e4re erst richtig genie\u00dfen.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Heute reitet ein junger Mann mit, im Herrensattel nat\u00fcrlich; und so kommen wir alle uns erst recht vor wie &#8222;h\u00f6here T\u00f6chter&#8220; aus vergangenen Zeiten die am Sonntag ein bi\u00dfchen eleganten Reitunterricht nehmen.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Am Mittag will ich mich eben hungrig im Reiterst\u00fcbchen niederlassen und etwas bestellen, da tauchen vor der Halle ein paar Reiterinnen in herrlichen Kost\u00fcmen auf Augenblicklich ist aller Hunger vergessen, und ich st\u00fcrze hinaus; das mu\u00df ich genau sehen.<\/p>\n<p>Es ist ein hinrei\u00dfender Anblick, besonders als die Damen ein gro\u00dfartige Vorf\u00fchrung reiten und abschlie\u00dfend auch noch springen.<span lang=\"de-ch\">\u00a0<\/span>Ich bin so begeistert, da\u00df ich in den neugegr\u00fcndeten Damensattel- Verein aufgenommen werde, als Verbindungsmitglied zwischen Deutschland und \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Uns so lerne ich auch in \u00d6sterreich Damensattelreiterinnen kennen, von Feldkirch \u00fcber Osttirol bis nach Wien; eine lustige Engl\u00e4nderin in der nahen Schweiz, eine Reitlehrerin im Schwarzwald &#8211; und ich dachte ich sei mit meinem Wunsch allein &#8211; ganz im Gegenteil!<\/p>\n<p>Inzwischen habe ich meinen eigenen (gebraucht gekauften!) Damensattel! Das w\u00e4re wieder eine Geschichte f\u00fcr sich, aber \u00fcber Telefonrechnungen habe ich schon einmal geschrieben&#8230;<br \/>\nUnd ich habe entdeckt, da\u00df es auch in \u00d6sterreich zwei Damensattel-Reitlehrer gibt &#8211; die Herren Desmond und Kevin O-Brian in Wien, und ich habe mich schon zu einem Kurs bei ihnen angemeldet, diesmal im Osttirol, in einem Friesen-Stall, wo die Reitlehrerin in diversen Sissi Filmen die ber\u00fchmte reitende Kaiserin gedoubelt hat.<br \/>\nDa passe ich mit meinem bi\u00dfchen K\u00f6nnen genau hin; und es wird sein wie am Anfang: Geplagt von Selbstzweifeln werde ich hinfahren, voller \u00c4ngste die erste Stunde beginnen&#8230;. und begeistert und voller Ideen wieder heimkommen. . .<br \/>\nMeine Begeisterung f\u00fcrs Damensattelreiten hat auch erfreuliche h\u00e4usliche Folgen; ich bin ja schlie\u00dflich von Beruf Hausfrau und nicht Reiterin.<\/p>\n<p>Mit mehr Freude denn je b\u00fcgle ich die vielen Herrenhemden und T -Shirt&#8217;s meiner gro\u00dfen Familie: Daneben h\u00f6re ich alle unsere CD&#8217;s und notiere, welche St\u00fccke f\u00fcr eine Damensattel Vorf\u00fchrung geeignet w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Mein Mann freut sich \u00fcber meinen neuen Eifer beim B\u00fcgeln und mein musikalisches Interesse, aber schlie\u00dflich kann auch ihm nicht verborgen bleiben, welche Beweggr\u00fcnde dahinter stehen, und mit leisem Kopfsch\u00fctteln stellt er zum 100. Male fest, was schon an Anfang diese Berichtes steht und womit er vielleicht nicht so ganz unrecht hat: Ein bi\u00dfchen verr\u00fcckt bin ich schon &#8211; aber ich stehe dazu und hoffe, da\u00df mir diese kleinen (oder gro\u00dfen??) Verr\u00fccktheiten noch lange Freude bereiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht von Frau Irmgard Fleisch, einer guten Bekannten Reiten im Damensattel Meine Familie und meine Bekannten halten mich f\u00fcr ein bi\u00dfchen verr\u00fcckt &#8211; und m\u00f6glicherweise haben sie sogar recht. Oder wie sonst soll ich es erkl\u00e4ren, da\u00df ich im Alter von 45 Jahren zu reiten begonnen habe? 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