{"id":10991,"date":"2018-02-27T19:09:37","date_gmt":"2018-02-27T18:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/?p=10991"},"modified":"2018-02-28T08:26:43","modified_gmt":"2018-02-28T07:26:43","slug":"horses-in-side-out-conferenz-stuctur-and-funktion-24-und-25-februar-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/ausbildung\/horses-in-side-out-conferenz-stuctur-and-funktion-24-und-25-februar-2018\/","title":{"rendered":"Horses Inside Out Conferenz \u00abStuctur and Funktion\u00bb 24. und 25. Februar 2018"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-10992\" src=\"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.scheidecker.com\/klassische_reitkunst\/wp-content\/uploads\/C2018-02-23-0071.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ich lernte <b>Gillian Higgins<\/b> an einem Seminar in der Schweiz kennen, dort h\u00f6rte ich zum ersten Mal, dass sie eine Konferenz mit verschiedenen Referenten durchf\u00fchrt. Mein Interesse war geweckt und so flog ich mit Marco, Steffi und Katrin nach Birmingham.<\/p>\n<p>Was soll ich sagen, die Veranstaltung war grossartig! Ich versuche immer noch das ganze Wissen und die vielen Eindr\u00fccke zu verarbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am ersten Tag startete die Konferenz mit einem grossartigen Vortrag von <b>Dr. Andrew Hemmings<\/b> zum Thema: <b>Functional Poperties oft he Equine Nervous System<\/b>. In diesem Vortrag ging es um verschiedenen Lernstudien (wie lernt ein Pferd) und ob Pferde die Koppen oder Weben anders lernen als \u00abnormale\u00bb Pferde. Erstaunlicherweise lernen Pferde die Koppen und Weben signifikant schneller als andere Pferde. Allerding halten sie auch an dem einmal gelernten sehr lange fest.&nbsp; Das bedeutet das sie auch falsche Dinge sehr schnell lernen und an dem einmal gelernten festhalten.&nbsp;<\/p>\n<p>Der zweite Vortrag war <b>von Sharon May-Davis, Congenital Malformation of C6 and C7.<\/b>&nbsp; Die schweren St\u00fcrze im Rennsport, inspirierten Sharon diesen N\u00e4her auf den Grund zu gehen.&nbsp; Sharon f\u00fchrte sehr viel Autopsien an toten Rennpferden durch, bei sehr vielen fand sie kn\u00f6cherne Ver\u00e4nderungen an C6 und C7. H\u00e4ufig fehlten teile des Knochens oder die kn\u00f6chernen Austrittstellen f\u00fcr die Nerven waren verengt. Diese Ver\u00e4nderungen wurden zum Teil auch schon bei Fohlen gefunden, sie waren also nicht durch das Training erworben, sondern vererbt. In weiteren Untersuchungen konnten solche Ver\u00e4nderungen auch bei Warmbl\u00fctern gefunden werden. Lediglich bei sehr Naturnahen Rassen oder bei Wildpferden wurde keinerlei Ver\u00e4nderungen gefunden. Sharon wird dieses Jahr noch eine Studie bei Warmbl\u00fctern in Holland durchf\u00fchren, wir d\u00fcrfen auf die Ergebnisse gespannt sein.<\/p>\n<p>Ein sehr interessanter Artikel zum Thema findet man hier:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/thehorsesback.com\/tag\/sharon-may-davis\/\"><b>https:\/\/thehorsesback.com\/tag\/sharon-may-davis\/<\/b><\/a><\/p>\n<p>Anschliessend folgte ein sehr unterhaltsamer Vortrag von <b>Mark Trussler Farriery: Understanding and<\/b> <b>Managing Conformational Weakness<\/b>. Hier ging es darum wie man mit einem korrekten Hufbeschlag, Pferden mit Stellungsfehlern, unterst\u00fctzen kann. Der Vortrag wurde mit sehr viel Bildmaterial unterlegt so dass jeder die Ver\u00e4nderungen gut nachvollziehen konnte.<\/p>\n<p>Am Nachmittag folgte dann ein Vortrag von <b>Chris Pearce: Dental Structure and Conformation<\/b>. Sehr interessant mit leider auch sehr gruseligen Bildern.&nbsp; Nach dem Vortrag von Chris Pearce war jedem klar: eine regelm\u00e4ssige Zahnkontrolle ist f\u00fcr jedes Pferd unerl\u00e4sslich!&nbsp;<\/p>\n<p>Der letzte Vortrag war von <b>Dr. Pat Harries: Understanding How the Digestive Tract Functions can Help<\/b> <b>to Reduce the Risk of Problems<\/b>. Magengeschw\u00fcre bei Pferden sind ja ein grosses Thema. Dr. Harries erkl\u00e4rte sehr anschaulich die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten von den Verdauungssystemen von Pferd, Hund und Kuh. Was beim Pferd besonders zu beachten ist und warum es hier h\u00e4ufig zu Problemen kommt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.waltham.com\/waltham-research\/equine-research\/\"><b>https:\/\/www.waltham.com\/waltham-research\/equine-research\/<\/b><\/a><\/p>\n<p>Zum Abschluss gab es dann noch eine grosse Fragerunde bei der alle Referenten f\u00fcr Fragen aus dem Publikum zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag waren wir dann schon ganz sch\u00f6n m\u00fcde, so viele Informationen, phuu das musste man erst mal Verarbeiten.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir starteten mit einem Vortrag von <b>Tuulia Luomala: The Fascial System oft he Horse. Force<\/b> <b>Transmission and what you should know about it<\/b>.&nbsp; Ein sehr spannender Vortrag \u00fcber die Funktion der Faszien, mit sehr vielen eindr\u00fccklichen Filmen, was alles bewegt wird, wenn man an einer Faszie zieht. Wo es \u00fcberall Faszien gibt (wirklich \u00fcberall) und wie wichtig es ist, das sie in einem geschmeidigen Zustand sind.<\/p>\n<p>Anschliessend folgte ein Vortrag von <b>Christopher Bartle \u00abWhat makes a 4*Event Horse<\/b>. Herr Bartle referierte \u00fcber die k\u00f6rperlichen und die mentalen F\u00e4higkeiten eines Vielseitigkeitspferdes.&nbsp; Sehr wichtig ist sicherlich ein m\u00f6glichst korrekter K\u00f6rperbau, ein guter Schritt und ein raumgreifender Galopp. Fast noch wichtiger sind aber die mentalen F\u00e4higkeiten des Pferdes, gerade im Gel\u00e4nde braucht man ein Pferd das klar im Kopf ist und souver\u00e4n die Hindernisse angeht.&nbsp; Er gab aber auch zu bedenken das es immer wieder Ausnahmepferde gibt, die eigentlich keine guten Voraussetzungen f\u00fcr ein Vielseitigkeitspferd haben und trotzdem sehr erfolgreich sind.<\/p>\n<p>Darauf folgte der Vortrag <b>The Pelvis: Where it all starts von David Bainbridge<\/b>. Ein sehr detaillierter Vortrag \u00fcber die Evolution des Beckens, wie es entstanden ist, was f\u00fcr Funktionen es hat und wie unterschiedlich es bei verschiedenen Tieren gebaut ist.<\/p>\n<p><b>Saddle Fitting, Structure and Fuction von Anne Bondi<\/b>. Frau Bondi stellte eine Studie vor, in der man den Einfluss des Reiters, auf die Sattelpassform untersucht hat. Zu diesem Zweck wurden Reiter mit unterschiedlichem Gewicht und unterschiedlichem K\u00f6nnen auf das gleiche Pferd gesetzt. Die Studie ist noch nicht ganz fertig aber es gab dennoch ein paar klare Tendenzen. Ein guter Reiter sorgt daf\u00fcr das der Sattel am Platz bleibt.&nbsp; Bei Anf\u00e4nger die selber noch Probleme mit ihrem Gleichgewicht haben, rutschte der Sattel viel h\u00e4ufiger auf eine Seite oder\/und vor und zur\u00fcck. \u00c4hnliche Ergebnisse gab es auch bei sehr \u00fcbergewichtigen Reitern.<\/p>\n<p>Zum Schluss gab es noch einmal einen Vortrag von <b>Sharon May-Davis:&nbsp; Femoral Asymmetry in<\/b> <b>Thoroughbred Racehorses&nbsp; Raced and Traine in One Drirection<\/b>. In Australien und in England ist es wohl \u00fcblich das Rennpferde (je nach dem auf welcher Rennbahn sie trainiert werden) immer nur in eine Richtung trainiert werden (z.B. Rechtsgalopp, wenn auf der Rennbahn die Rennen rechts herumgehen). Dieses ist mir von Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz nicht bekannt, hier wird wohl in beide Richtungen trainiert. Dieses einseitige Training in jungen Jahren f\u00fchrt auf jeden Fall zu starken Ver\u00e4nderungen im Femur (Oberschenkelknochen).&nbsp; Die Fotos waren auf jeden Fall sehr eindr\u00fccklich. Auch am zweiten Tag gab es zum Abschluss wieder eine Fragerunde.<\/p>\n<p><strong>Mein Fazit:<\/strong> Die Veranstaltung war wirklich sehr informativ und auf einem hohen Niveau. Man kommt auch sehr gut mit, wenn man nicht gerade super gut Englisch kann.&nbsp; Von mir auf jeden Fall eine absolute Empfehlung.<\/p>\n<p>Bilder von der Veranstaltung und vom Besuch in&nbsp;Burghley<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lernte Gillian Higgins an einem Seminar in der Schweiz kennen, dort h\u00f6rte ich zum ersten Mal, dass sie eine Konferenz mit verschiedenen Referenten durchf\u00fchrt. Mein Interesse war geweckt und so flog ich mit Marco, Steffi und Katrin nach Birmingham. Was soll ich sagen, die Veranstaltung war grossartig! 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